Leitbild                                                 
    Team                                                       
    Ziele                                                        
    Öffentlichkeitsarbeit                                  
    Finanzen                                                    
    Geschichte der Institution                          

 

Leitbild                                                                   

Das Frauen Nottelefon Winterthur ist ein feministischer Betrieb, der sich im Sinne einer Krisenintervention
parteilich für Frauen einsetzt, die von Gewalt betroffen sind
.

 

Die Vision des Frauen Nottelefon Winterthur ist ein Leben frei von Gewalt. Eine Voraussetzung dafür ist die
gelebte Gleichstellung von Frau und Mann und damit verbunden eine gerechte Machtverteilung der Geschlechter.

 

Diese gemeinsame Vision bestimmt das Handeln aller beim Frauen Nottelefon Winterthur engagierten Frauen.
Mit ihrem Wissen und ihrer Persönlichkeit schaffen sie ein Klima von Akzeptanz und Unterstützung für von
Gewalt betroffene Frauen und setzen sich dafür ein, deren Bewusstsein und deren gesellschaftliche Stellung zu
stärken. Sie setzten sich auch in präventivem Sinn für eine gesellschaftliche Entwicklung und Veränderung ein,
indem sie die Thematik enttabuisieren und die Öffentlichkeit für das Problem sensibilisieren.

 

Der Betrieb des Frauen Nottelefon Winterthur ist geprägt von einer Atmosphäre der Offenheit, des Vertrauens und
der Wertschätzung. Alle übernehmen gemeinsam Verantwortung.

 

Team                                                                     

 

Im Team arbeiten Frauen aus unterschiedlichen beruflichen Fachrichtungen, wie Sozialarbeit, Pädagogik und
Psychologie.


Diese interdisziplinäre Zusammensetzung ist wichtig, da sie in der Arbeit verschiedene Perspektiven ermöglicht
und so das Spektrum möglicher Hilfestellungen für betroffene Frauen erweitert.


Die Beratungsarbeit mit den
Klientinnen wird von jeder Teamfrau nach denselben Grundsätzen verrichtet,
die in einem Beratungskonzept
festgehalten sind.                                       

                                                                                                                                                               

Ziele                                                                                                                                             back

 

Als wichtigstes übergeordnetes Ziel wird die gesellschaftliche Gleichstellung von Mann und Frau und eine gerechte

Machtverteilung zwischen den Geschlechtern angesehen. Das Anstreben dieser übergeordneten Zielsetzung stellt

die wirkungsvollste Prävention gegen jede Form von Gewalt dar.

 

Mittels Öffentlichkeitsarbeit wird Gewalt gegen Frauen und Mädchen und ihre Folgen für die Betroffenen thematisiert

und enttabuisiert. Ein besonderes Anliegen ist es, die mit sexueller Gewalt gekoppelten Mythen und Vorstellungen

aufzudecken. Es wird für die Verbesserung des rechtlichen Schutzes sowie für eine bessere Anerkennung der

gesellschaftlichen Stellung von betroffenen Frauen eingetreten.

 

Für betroffene Frauen stellt das Frauen Nottelefon eine Beratungsstelle zur Verfügung. Im Schutze der Anonymität

ist das Frauen Nottelefon eine Anlaufstelle, wo sich Frauen aussprechen können, ohne dass zwangsläufig weitere

Schritte eingeleitet werden.

 

Zielgruppe

Das Beratungsangebot richtet sich an Frauen und weibliche Jugendliche ab 14 Jahren, die von sexueller, psychischer

und / oder physischer Gewalt betroffen oder bedroht sind. Jüngere Frauen werden an eine spezifische Beratungsstelle

weitervermittelt. Anspruch auf Beratung haben zudem Angehörige sowie nahe Bezugspersonen betroffener Frauen.

Frauen und weibliche Jugendliche können sich mit folgenden Problemen und Fragestellungen an das

Frauen Nottelefon wenden:

 

         alle Formen von häuslicher Gewalt

         Gewalt in Abhängigkeitsbeziehungen

         körperliche und sexuelle Übergriffe im öffentlichen Raum

         sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

         sexuelle Ausbeutung in der Kindheit

 

Personen, die mit betroffenen Frauen arbeiten, wie zum Beispiel ÄrztInnen, LehrerInnen, Sozialarbeiterlnnen etc.,

erhalten Beratung und Information im Umgang mit betroffenen Frauen.

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Öffentlichkeitsarbeit                                                

 

Mittels regelmässiger Öffentlichkeitsarbeit wird die Beratungsstelle Frauen Nottelefon und deren Angebot in der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Zudem werden die verschiedenen Formen von Gewalt thematisiert und über Folgen

und Handlungsmöglichkeiten informiert.

 

Auf Anfrage gestalten die Teamfrauen Unterrichtseinheiten für Schulkassen und unterrichten an Weiterbildungskursen zu Themen wie sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, Gewalt in Ehe und Partnerschaft usw.

 

Ein weiterer Bereich der Öffentlichkeitsarbeit ist die Vernetzung mit Beratungs-, und Interventionsstellen sowie Fachpersonen wie ÄrtzInnen, PsychiaterInnen, JuristInnen usw.

 

Das Frauen Nottelefon organisiert mehrmals jährlich Wen-Do-Kurse. Wen Do ist eine speziell von Frauen für Frauen und Mädchen entwickelte Form der körperlichen und geistigen Selbstverteidigung.

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Finanzen                                                               

 

Als anerkannte Opferhilfeberatungsstelle wird das Frauen Nottelefon zu einem grossen Teil über einen Leistungsvertrag des Kantons Zürich finanziert. Ebenso leistet die Stadt Winterthur als Standort der Beratungsstelle einen Beitrag. Die Beratungsstelle ist aber auf Spenden angewiesen und bemüht sich regelmässig um Spenden von Kirchgemeinden, privaten Organisationen, Gemeinden und Privatpersonen.

 

Die Trägerschaft, der Verein Frauen Nottelefon Winterthur, finanziert sich mit Mitgliederbeiträgen.

 

Geschichte der Institution                                     

 

Ende der siebziger Jahre thematisierte die Frauenbewegung, in der das Frauen Nottelefon gründet, die Gewalt an Frauen. Durch engagierte politische Arbeit verschiedener Frauenorganisationen nahm die Öffentlichkeit zunehmend Kenntnis vom Ausmass und den verschiedenen Formen der Gewalt gegen Frauen. In den achtziger Jahren setzten Frauenorganisationen und Frauengruppen vielerorts ihre Projekte wie Frauenhäuser, Nottelefone und Beratungsstellen um, damit den betroffenen Frauen die nötige Unterstützung geboten werden konnte.

Mitarbeiterinnen aus dem Umfeld des Frauenhauses Winterthur stellten fest, dass für von Vergewaltigung betroffene

Frauen im Raum Winterthur ein adäquates Beratungsangebot fehlte. In der Folge wurde 1989 der Verein

«Nottelefon für vergewaltigte Frauen Winterthur» gegründet. Nach einer Phase der Konzeptentwicklung, der  Finanzmittelbeschaffung und der Raumsuche konnte ab April 1990 eine geringe Öffnungszeit der Beratungsstelle gewährleistet werden.

 

1993 wurde das Opferhilfegesetz eingeführt, welches ermöglicht, dass alle Opfer von Gewalt im Rahmen der

Strafverfahren eine verbesserte Rechtsstellung erhalten und Unterstützung bekommen können. Um der
spezifischen Problematik der Gewalt gegen Frauen gerecht zu werden, sind spezialisierte Beratungsstellen als kantonale Opferhilfestelle anerkannt, so auch das Frauen Nottelefon.

 

Die Trägerschaft der Beratungsstelle ist nach wie vor ein privater Verein.

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